Deutsche Bank AG · XETR:DBK
Deutsche Bank — ESG Presentation (November 2021)
46 slides from Deutsche Bank's sustainability presentation, Nov 29, 2021
Slide 1: Wirtschaftskreisläufe
WIRTSCHAFTSKREISLÄUFE So geht Geld | Finanzielle Allgemeinbildung im Unterricht
Slide 2: I. Geld- und Warenströme
I. GELD- UND WARENSTRÖME Ruft die Website www.menti.com auf. Gebt den Zugangscode in das Feld ein.
Slide 3: Alles ist im Fluss
ALLES IST IM FLUSS Eine Volkswirtschaft funktioniert im Prinzip ganz ähnlich wie ein Wochenmarkt: Einige bieten Waren zum Kauf an, andere möchten diese Waren kaufen. • Angebot und Nachfrage treffen zusammen • Das Geld übernimmt dabei eine wichtige Funktion als Tausch- und Zahlungsmittel • Es bildet
Slide 4: Der Wirtschaftskreislauf
DER WIRTSCHAFTSKREISLAUF Der Wirtschaftskreislauf stellt dar, wie unterschiedliche Teilnehmer am Wirtschaftsleben agieren. Wer macht alles mit: Und wie genau hängen diese Akteure zusammen?
Slide 5: Der einfache Wirtschaftskreislauf
DER EINFACHE WIRTSCHAFTSKREISLAUF Der einfache Wirtschaftskreislauf stellt die Beziehung zwischen Privathaushalten und Unternehmen dar. • Unternehmen stellen Güter und Dienstleistungen her. • Private Haushalte geben Geld an Unternehmen, um Güter/Dienstleistungen zu kaufen (Konsumausgaben). • Güter u
Slide 6: Der erweiterte Wirtschaftskreislauf I
DER ERWEITERTE WIRTSCHAFTSKREISLAUF I Jetzt kommt ein dritter Akteur ins Spiel – die sogenannte Kapitalsammelstelle. Was ist ihre Funktion? • Fast keiner gibt sein gesamtes Geld aus. Die meisten sparen einen Teil des eingenommenen Geldes. Privathaushalte und Unternehmen bringen das Geld zu den Kapit
Slide 7: Der erweiterte Wirtschaftskreislauf II
DER ERWEITERTE WIRTSCHAFTSKREISLAUF II Der Staat ist der vierte Akteur, der direkt in den Wirtschaftskreislauf eingebunden ist. • Er erhält Steuern und Gebühren von den Haushalten und Unternehmen. • Er gibt diese Einnahmen für Staatseinkäufe aus und gibt es etwa in Form von Sozialleistungen, Subvent
Slide 8: Der Wirtschaftskreislauf
DER WIRTSCHAFTSKREISLAUF Wir halten fest: • Der Wirtschaftskreislauf stellt systematisch dar, wie unterschiedliche Teilnehmer am Wirtschaftsleben agieren. • Für einen funktionierenden Wirtschaftskreislauf braucht man immer 4 Akteure: Private Haushalte, Unternehmen, Kapitalsammelstellen, den Staat.
Slide 9: II. Kreislaufprobleme
II. KREISLAUFPROBLEME
Slide 10: Kreislaufprobleme
KREISLAUFPROBLEME Stockt der Kreislauf an einer Stelle, wirkt sich das auf den gesamten Kreislauf aus. • Wenn ein Unternehmen Löhne kürzen oder Stellen streichen muss, verlieren Haushalte Geld • Wenn ein Haushalt weniger Einkommen zur Verfügung hat, muss er seine Konsumausgaben verringern • Das bewi
Slide 11: Am Kreislauf vorbei
AM KREISLAUF VORBEI Es gibt Transaktionen, die zwar innerhalb des Kreislaufs stattfinden, aber nicht registriert werden. • Schwarzmarkt (Konzerttickets, Drogenhandel, …) • Schwarzarbeit (Haushaltshilfen, Arbeiten auf dem Bau → Arbeit ohne steuerliche Abgaben) • Steuerhinterziehung Doch nicht nur feh
Slide 12: Inflation
INFLATION Die Stabilität des Wirtschaftskreislaufs ist gefährdet, wenn zu viel Geld im Umlauf ist, die Preise anhaltend steigen und die Produkte immer teurer 1923 kam es in werden. Deutschland zu einer Hyperinflation. Die Regierung versuchte, die entstandene Mögliche Ursachen: Schuldenlast durch das
Slide 13: Kein Geld für nichts: Die Hyperinflation in Venezuela
KEIN GELD FÜR NICHTS: DIE HYPERINFLATION IN VENEZUELA Venezuela befindet sich seit 2012 in Folge des weltweiten Einbruchs der Ölpreise und zu hoher Staatsausgaben in einer schweren Wirtschaftskrise. Das Haushaltsdefizit ist mittlerweile so hoch, dass es ständig durch frisch gedrucktes Geld ausgeglic
Slide 14: Inflation messen
INFLATION MESSEN Kann man Inflation messen? Wenn ja, wie? • Zum Beispiel anhand des Verbraucherpreisindex. Die prozentuale Veränderung des aktuellen Verbraucherpreisindex gegenüber jenem aus dem entsprechenden Monat des Vorjahres wird als Inflationsrate bezeichnet. • Der Index misst die durchschnitt
Slide 15: Gewichtung im Verbraucherpreisindex
GEWICHTUNG IM VERBRAUCHERPREISINDEX Andere Waren und Dienstleistungen Bildungswesen a Nachrichtenübermittlung 7 Alkohol und Tabakwaren a Wohnen Gesundheitspflege 32 Beherbergung und Gaststätten Bekleidung und Schuhe 5 Möbel, Haushaltsgeräte, etc. 10 13 Nahrungsmittel und alkoholfreie Geräte Verkehr
Slide 16: Deflation
DEFLATION Bei der Inflation steigen die Preise kontinuierlich an: ein und dasselbe Produkt wird immer teurer. Das gegenteilige Phänomen – der Prozess stetiger Preissenkungen – wird als „Deflation“ bezeichnet. Deflation liegt vor, wenn die Nachfrage nach Gütern geringer ist als das Angebot. Mögliche
Slide 17: Leben mit der Deflation: Japan
LEBEN MIT DER DEFLATION: JAPAN Japan befindet sich seit dem Platzen einer Immobilienblase im Jahr 1990 in der Deflation. Zuvor waren die Immobilienpreise ins Unermessliche gestiegen. Der Wert der Immobilien sank in der Folge rapide. Kredite, die vor dem Platzen der Blase über die Immobilien abgesich
Slide 18: Gute Zeiten, schlechte Zeiten
GUTE ZEITEN, SCHLECHTE ZEITEN Die Konjunktur bezeichnet Schwankungen in der wirtschaftlichen Leistung eines Landes, die regelmäßig auftreten und jeweils eine Länge von rund 3-5 Jahren haben. • Die Konjunktur misst sich am Verhältnis des tatsächlichen Bruttoinlandsprodukts (BIP) zu dem maximal möglic
Slide 19: Der Konjunkturzyklus
DER KONJUNKTURZYKLUS Hochkonjunktur (Boom-Phase): gestiegene Preise, Vollbeschäftigung, offene Stellen, hohe Zinsen Abschwung (Rezession): Auftragslage in Unternehmen schwächt sich ab, Wachstumsraten des BIP sinken Krise (Depression): Tiefster Punkt der Konjunktur, teilweise mit abnehmendem BIP, Unt
Slide 20: Konjunkturindikatoren
KONJUNKTURINDIKATOREN Das BIP haben wir bereits als einen Indikator für die Konjunktur kennengelernt. Doch was sind Konjunkturindikatoren? Und welche weiteren Indikatoren neben dem BIP gibt es? • Konjunkturindikatoren sind Kennzahlen, mit denen sich Zustand und die konjunkturellen Entwicklungen eine
Slide 21: Konjunkturindikatoren
KONJUNKTURINDIKATOREN Frühindikatoren Präsenzindikatoren Spätindikatoren ifo-Geschäftsklimaindex: Einzelhandelsumsätze: Arbeitslosenquote: Sie ist ein monatliche Befragung von 7.000 Ermöglichen Rückschlüsse auf Indikator für die längerfristigen deutschen Unternehmen zur das Investitionsverhalten von
Slide 22: Konjunkturindikator Zinsstruktur unter der Lupe
KONJUNKTURINDIKATOR ZINSSTRUKTUR UNTER DER LUPE Wenn die Praxis vom Schulbuch abweicht… Aktuell sind die Zinsen auf Spareinlagen so niedrig, dass sie nach Abzug der Inflationsrate teilweise sogar negativ sind. Ein negativer Zins kann dabei weitreichende Folgen für die Sparerinnen und Sparer, die Ban
Slide 23: Rendite der 10-jährigen Bundesanleihe in 30 Jahren
RENDITE ENTWICKLUNG DER 10 JÄHRIGEN BUNDESANLEIHE IN DEN VERGANGENEN 30 JAHREN Quelle: Bloomberg
Slide 24: III. Globalisierung im Finanzsystem
III. GLOBALISIERUNG IM FINANZSYSTEM
Slide 25: Internationaler Austausch
INTERNATIONALER AUSTAUSCH Die Haushalte geben ihr Einkommen nicht nur für Konsumgüter aus dem Inland aus. Ganz im Gegenteil: In der globalisierten Welt herrscht ein reger Austausch mit dem Ausland. Import : Einkauf von Waren aus dem Ausland; Wareneinfuhr Deutschland importiert Waren, Arbeitskräfte o
Slide 26: Globalisierung
GLOBALISIERUNG In Bezug auf das Finanzsystem meint der Begriff Globalisierung die zunehmende weltweite Verflechtung auf allen Gebieten der Wirtschaft und der internationalen Finanzmärkte. Markt: Hier treffen Angebot und Nachfrage (beispielsweise nach einem Auch Waren- und bestimmten Gut/nach einer b
Slide 27: Globalisierung
GLOBALISIERUNG Allgemeine Merkmale: • Transnationale Wirtschaftsverflechtungen nehmen zu • Märkte für Güter/Dienstleistungen erstrecken sich über Landesgrenzen hinweg • Internationale Kapitalströme nehmen zu • Kulturelle und politische Vielfalt
Slide 28: Vor- und Nachteile der Globalisierung
VOR- UND NACHTEILE DER GLOBALISIERUNG Bringt die Globalisierung nur positive Folgen mit sich? Fallen euch auch Nachteile ein? Mögliche Vorteile: Mögliche Nachteile: • Nutzung wirtschaftlicher Synergieeffekte • Nationale Eigenheiten werden aufgehoben (z. B. Kostenersparnisse, gemeinsame • Probleme zu
Slide 29: Wirtschaftsräume
WIRTSCHAFTSRÄUME Die Geld- und Warenströme zwischen unterschiedlichen Akteuren bewegen sich nicht im luftleeren Raum, sondern in einem oder mehreren regionalen Wirtschaftsräumen. Regionaler Wirtschaftsraum: • Geographisches Gebiet, in dem die Interaktionspartner angesiedelt sind (z. B. Stadt, Bundes
Slide 30: Bekannte Wirtschaftsräume: EU-Binnenmarkt
BEKANNTE WIRTSCHAFTSRÄUME EU-Binnenmarkt • Teilnehmer: Alle EU-Länder • freier Warenverkehr • freier Dienstleistungsverkehr • freier Personenverkehr • freier Kapital- und Zahlungsverkehr Übrigens: Die EU ist der größte Handelsblock der Welt!
Slide 31: Bekannte Wirtschaftsräume: APEC
BEKANNTE WIRTSCHAFTSRÄUME APEC (Asia-Pacific Economic Cooperation): • 21 Mitgliedsstaaten – darunter etwa Australien, Neuseeland, China, Thailand, Mexiko, Chile • 49 % der Weltwirtschaftsleistung • 2,8 Milliarden Menschen
Slide 32: Bekannte Wirtschaftsräume: NAFTA
BEKANNTE WIRTSCHAFTSRÄUME NAFTA (North American Free Trade Agreement) • Kanada, Mexiko und USA • Abschaffung der Zölle zwischen den Mitgliedern • Vervierfachung des Handels bis 2018 • Im Jahr 2018 einigten sich die Mitgliedsstaaten auf das Nachfolgeabkommen „USMCA“ (United States Mexico Canada Agree
Slide 33: IV. Der EU-Binnenmarkt
IV. DER EU-BINNENMARKT
Slide 34: Die vier Grundfreiheiten
DIE VIER GRUNDFREIHEITEN Herzstück der Europäischen Wirtschafts- und Sozialpolitik ist der Binnenmarkt. Er gewährt die folgenden vier Freiheiten: • Freier Personenverkehr Fallen euch Beispiele zu den • Freier Warenverkehr vier Freiheiten ein? • Freier Dienstleistungsverkehr • Freier Kapitalverkehr
Slide 35: Freier Personenverkehr in der EU
FREIER PERSONENVERKEHR IN DER EU • Jeder EU-Bürger darf sich in einem anderen EU-Land ansiedeln und dort arbeiten oder studieren. • Länder erkennen die Berufsqualifikationen gegenseitig an. • Unternehmen können in ganz Europa ihr Personal rekrutieren. • Das Schengener Abkommen garantiert Reisefreihe
Slide 36: Freier Warenverkehr in der EU
FREIER WARENVERKEHR IN DER EU • Grenzüberschreitender Austausch und Handel von und mit Waren und Dienstleistungen • Überwindung von sogenannten nicht-tarifären Handelshemmnissen – zum Beispiel unterschiedliche Standard oder Richtlinien • Keine Warengrenzkontrollen → Ich kann in den Niederlanden ein
Slide 37: Freier Dienstleistungsverkehr in der EU
FREIER DIENSTLEISTUNGSVERKEHR IN DER EU • Dienstleistungen dürfen in einem anderen Mitgliedstaat erbracht werden → Ich kann als Architekt in Deutschland wohnen und arbeiten, aber Häuser in Österreich bauen lassen.
Slide 38: Freier Kapitalverkehr in der EU
FREIER KAPITALVERKEHR IN DER EU • Geld und Investitionen dürfen in den EU-Ländern barrierefrei fließen. • Privatpersonen und Unternehmen können im Ausland Konten eröffnen, Aktien ordern, Kredite nehmen oder Immobilien kaufen • Unternehmen können sich in andere EU-Firmen einkaufen → Ich kann mein Gel
Slide 39: Exkurs: Gehaltsabrechnung
EXKURS: GEHALTSABRECHNUNG 39
Slide 40: Die Gehaltsabrechnung
DIE GEHALTSABRECHNUNG Zum Monatsende erhält jeder Angestellte eine schriftliche Postenaufstellung, die allgemein als Gehaltsabrechnung bekannt ist. Anhand dieses Dokuments können Angestellte sehen, wie hoch ihre Bezüge ausfallen und welche gesetzlichen Abzüge sie leisten müssen. Auch die Auszahlungs
Slide 41: Aufbau einer Gehaltsabrechnung
AUFBAU EINER GEHALTSABRECHNUNG Gehaltsabrechnung Bruttogehalt Der Bruttoverdienst umfasst neben dem gezahlten, + Sachbezüge bzw. geldwerte Vorteile (z.B. Dienstwagen) steuerpflichtigen Arbeitslohn auch Sonderzahlungen + vermögenswirksame Leistungen sowie steuerfreie Zuschüsse und Zuschläge (bspw. fü
Slide 42: Der Minijob
DER MINIJOB In der Regel wird bei Minijobs in geringfügige Beschäftigungen und kurzfristige Beschäftigungen unterschieden. Geringfügige Beschäftigungen: Kurzfristige Beschäftigungen: Das Arbeitsentgelt für den Minijob übersteigt monatlich die Der kurzfristige Minijob wird innerhalb einer Zeit von 3
Slide 43: Steuerklassen im Überblick
STEUERKLASSEN IM ÜBERBLICK In Deutschland gibt es sechs Steuerklassen, welche dem Arbeitnehmer vom Finanzamt zugeordnet werden. Maßgebend ist hier der Familienstand einer Person. Steuerklasse I Gilt für Singles, Ledige, getrennt lebende oder geschiedene Arbeitnehmer Die Steuerlast liegt je nach Eink
Slide 44: Teamphase: Die EU bist du!
TEAMPHASE: DIE EU BIST DU! Wie wirkt sich die EU eigentlich auf dein Leben aus? Welche Freiheiten ermöglicht die EU gerade jungen Menschen? Greift auf euer Vorwissen zurück oder recherchiert im Internet. Fündig werdet ihr zum Beispiel unter www.bpb.de oder in der Onlinepublikation „Die EU & ich“ der
Slide 45: Bildquellen
BILDQUELLEN Folie 3: JackF – stock.adobe.com Folie 10: Bund der Steuerzahler Deutschland e.V. Folie 11: luxorphoto – stock.adobe.com Folie 14: Andrey Popv - stock.adobe.com Folie 18: bluedesign – stock.adobe.com Folie 27: vegefox.com – stock.adobe.com Folie 35: JenkoAtaman – stock.adobe.com Folie 36
Slide 46: Vertiefe dein Wissen rund um das Thema Finanzen
VERTIEFE DEIN WISSEN RUND UM DAS THEMA FINANZEN Diese und weitere Präsentationen gibt es hier: db.com/so-geht-geld Kennst du schon unsere eduStories? Mit interaktiven Lernmodulen mehr über Finanzen lernen – ganz einfach per Smartphone! edustories.de/so-geht-geld